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Straßburg/ Baden-Baden/ Kehl
Von einem Streit hinter den Kulissen will man in Baden-Baden nichts wissen. Der aktuelle Titel bzw. die Überschrift des für den 3. und 4. April terminierten Nato-Gipfels lautet aber "Summit Meeting of Nato Heads of State and Government Strasbourg, France/ Kehl, Germany."
"Wir kommen allerdings im Fließtext vor", erklärt Pressesprecherin Brigitte Goertz-Meissner. Dass es der Stadt Straßburg missfallen hätte, zwei deutsche Städte im Logo zu finden, wollte sie so nicht bestätigen. Interne Kreise behaupten aber genau das. Auch soll Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner einen Brief an Kanzlerin Angela Merkel verfasst haben, in welchem er sich über die Nicht-Nennung der Kurstadt beschwert. "Tatsächlich läuft eine Anfrage, was sich da noch machen lässt", erklärt Goertz-Meissner: "Wir sind da noch im Gespräch." Und, natürlich wäre es Baden-Baden recht, wenn man als einer der beiden Hauptveranstaltungsorte auch im Titel der Veranstaltung vorkäme.
So soll nichr nur der Gala-Empfang am Freitagabend im Kurhaus stattfinden, bei dem sich die Minister, Präsidenten und höhergestellten Delegationsmitglieder erstmals offiziell treffen. Parallel dazu werden deren Partner und Ehegatten - auch diese Information liegt dem Stadtanzeiger vor - im Brenner’s Parkhotel empfangen. Alle Delegationsmitglieder, die keinen Zugang zu einer der beiden Veranstaltungen haben, haben sich auf der sogenannten "Nato-Party" zu verlustieren. Am Samstag, 4. April, ist für 8.30 Uhr die Überquerung der Passerelle in Kehl geplant. Der einzige Moment, in dem die Gemarkung der Grenzstadt tatsächlich von den Gipfel-Teilnehmern betreten wird. Auf der französischen Seite soll dann Nicolas Sarkozy zur Begrüßung warten.
Was für Kehl wohl sonst vom Gipfel übrig bleiben wird, sind die zahlreich erwarteten Demonstranten. Denn nicht nur hat Baden-Baden streng bewachte Sicherheitszonen eingerichtet. Die Stadt Straßburg hat zudem jüngst angekündigt, die Grenzen für die beiden Tage des Geburtstagsgipfels dicht zu machen. Kehls Oberbürgermeister Günther Petry befindet sich aktuell noch auf der Suche nach einem geeigneten Standort für das Camp der Gipfelgegner. Ein erster in Goldscheuer wurde von diesen als zu weit vom Geschehen entfernt abgelehnt. Der eigentliche Nato-Gipfel findet am Samstag von 10 bis 15 Uhr auf französischer Seite statt.
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